System:
- Debian 5.0 Lenny
+ Xen-Hypervisor
Installation von Xen
Anmerkung: Dieses Tutorial ist auf Hetzner-Server zugeschnitten, kann aber ohne weiteres auch für alle anderen Umgebungen genutzt werden. Die Besonderheit ist hier, dass auch VMs mit Netz-fremden IPs geroutet werden. Dies macht sich in der Wahl des Netzwerkkonfiguration und der Konfiguration der VMs (bzw. Xen-Tools) bemerkbar.
Als erstes installieren wir Xen und dazugehörige Tools.
apt-get install xen-hypervisor-3.2-1-amd64 xen-linux-system-2.6.26-2-xen-amd64 xen-utils-3.2-1 xenstore-utils xenwatch xen-shell xen-tools
Nach der Installation starten wir den Rechner neu.
reboot
Wenn wir sichergehen wollen, dass alles geklappt hat, können wir mit uname -a prüfen, ob der Xen-Kernel geladen wurde.
Als Netzwerk-Setup benutzen wir “routed”. Hier wird sämtlicher IP-Verkehr der DomUs über die Dom0 geroutet. Dazu muss die folgende Datei durch Ein- und Auskommentieren angepasst werden.
/etc/xen/xend-config.sxp#(network-script network-dummy) #(vif-script vif-bridge) (network-script network-route) (vif-script vif-route)
Als nächstes setzen wir noch ein erhöhtes Limit für unsere Loop-Devices, um nicht bei dem Starten von vielen DomUs an Grenzen zu stoßen. (Das grün markierte ergänzen.)
/etc/modulesloop max_loop=64
Damit die Dom0-Maschine den IP4-Verkehr auch routet, stellen wir sicher, dass folgende Einstellungen vorhanden sind.
/etc/sysctl.confnet.ipv4.ip_forward=1 net.ipv4.conf.all.rp_filter=1 net.ipv4.icmp_echo_ignore_broadcasts=1
Nachdem nun alle wichtigen Einstellungen vorgenommen wurden, starten wir unser System neu.
restart
Installation der DomUs
Neue virtuelle Maschinen lassen sich schnell und einfach mit den Xen-Tools installieren. Als erstes legen wir die Standart-Werte für neue VMs fest. Hier kann meine Konfiguration auch gerne variiert werden. Die Einstellungen sollten zum Server passen.
/etc/xen-tools/xen-tools.confdir = /home/xen install-method = debootstrap debootstrap-cmd=/usr/sbin/debootstrap size = 200Gb # Disk image size. memory = 512Mb # Memory size swap = 512Mb # Swap size fs = ext3 # use the EXT3 filesystem for the disk image. dist = lenny # Default distribution to install. image = sparse # Specify sparse vs. full disk images. netmask = 255.255.255.255 passwd = 1 kernel = /boot/vmlinuz-`uname -r` initrd = /boot/initrd.img-`uname -r` arch=amd64 mirror = http://ftp.us.debian.org/debian/ ext3_options = noatime,nodiratime,errors=remount-ro ext2_options = noatime,nodiratime,errors=remount-ro xfs_options = defaults reiser_options = defaults serial_device = hvc0 disk_device = xvda
Jetzt können wir mit folgendem Befehl fleißig neue virtuelle Maschinen erstellen. Am Ende der Installation wird das zu erstellende Passwort für root abgefragt. (Die orange markierten Teile mit den eigenen Daten ersetzen.)
xen-create-image --hostname=example.com --ip=192.0.32.10 --gateway=192.0.32.10 --role=udev
Der Wert bei IP und Gateway entspricht hier immer der IP-Adresse, unter der die VM erreichbar sein soll. Diese ungewöhnliche Konfiguration hat den Hintergrund, dass die Netzwerkkonfiguration so auch funktioniert, wenn sich Dom0 und DomU in unterschiedlichen Netzen befinden.
Nach der Installation kann die VM mit folgendem Befehl gestartet werden.
xm create /etc/xen/example.com.cfg
Mit xm list können wir stets prüfen, welche VMs grade auf unserem Server laufen.
Das war’s! Nun können wir uns per SSH auf der neuen VM anmelden.
ssh root@example.com
Quellen:
- http://articles.hostbillapp.com/2010/01/03/setting-up-xen-vps-hosting-at-hetzner-debian-5-0-lenny/
- http://www.asconix.com/howtos/debian/xen-debian-lenny-howto

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